EU-​Kommission ver­hängt Re­kord­geld­bu­ße ge­gen Lkw-​Kartell

Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on hat fest­ge­stellt, dass MAN, Volvo/​Renault, Daim­ler, Iveco und DAF ge­gen die EU-​Kartellvorschriften ver­sto­ßen ha­ben. We­gen die­ser Ver­stö­ße hat die Kom­mis­si­on ei­ne Re­kord­geld­bu­ße in Hö­he von 2,927 Mrd. Eu­ro ver­hängt.

Ver­stoß

Nach Ar­ti­kel 101 des Ver­trags über die Ar­beits­wei­se der Eu­ro­päi­schen Uni­on (AE­UV) und Ar­ti­kel 53 des EWR-​Abkommens sind Kar­tel­le und an­de­re wett­be­werbs­wid­ri­ge Ver­hal­tens­wei­sen un­ter­sagt. 14 Jah­re lang, zwi­schen 1997 und 2011, gab es laut EU-​Kommission Ab­spra­chen bei Lkws zu drei The­men: An­he­bung der Lis­ten­prei­se, Zeit­plan für die Ein­füh­rung neu­er Um­welt­tech­nik und ko­or­di­nier­te Wei­ter­ga­be der da­mit ver­bun­de­nen Kos­ten an die Kun­den.

Scha­den­er­satz

Al­le Per­so­nen und Un­ter­neh­men, die durch das be­schrie­be­ne wett­be­werbs­wid­ri­ge Ver­hal­ten ge­schä­digt wur­den, kön­nen nun auf Scha­dens­er­satz kla­gen. Nach der Recht­spre­chung gel­ten Kom­mis­si­ons­be­schlüs­se in Ge­richts­ver­fah­ren vor ein­zel­staat­li­chen Ge­rich­ten als rechts­kräf­ti­ger Nach­weis da­für, dass das Ver­hal­ten statt­ge­fun­den hat und ge­gen gel­ten­des Recht ver­sto­ßen hat.

Nun­mehr gilt es nur noch, den ent­stan­de­nen Scha­den vor Ge­richt zu be­zif­fern.