Mit dem Ta­xi un­ter­wegs

Ta­xi­fah­ren ist ei­ne ent­gelt­li­che oder ge­schäfts­mä­ßi­ge Be­för­de­rung von Per­so­nen im Stra­ßen­ver­kehr. Ta­xis gel­ten da­her als öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel. Die Be­för­de­rung un­ter­liegt stren­gen ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen, in de­nen vor al­lem ge­re­gelt ist, wel­che Vor­aus­set­zun­gen zum Be­trieb ei­nes Ta­xis oder ei­nes Ta­xi­un­ter­neh­mens gel­ten.

Be­för­de­rungs­be­din­gun­gen und auch Be­för­de­rungs­ent­gel­te, al­so die gel­ten­den Ta­ri­fe, wer­den in der Re­gel von den Kom­mu­nen für das Ge­mein­de­ge­biet, das sog. Pflicht­fahr­ge­biet, fest­ge­legt.

Als öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel ha­ben Ta­xis ei­ne ge­setz­li­che Pflicht zur Be­för­de­rung. Ein Ta­xi­fah­rer darf al­so nicht grund­los ei­nen Fahr­gast ab­leh­nen. Dies gilt auch für Kurz­stre­cken. Et­wai­ge Nach­tei­le für kur­ze Fahr­ten wer­den in der Re­gel durch ei­ne Er­hö­hung des Ta­xi­ta­rifs für die ers­ten Ki­lo­me­ter aus­ge­gli­chen. Die Be­för­de­rungs­pflicht gilt grund­sätz­lich für das Pflicht­fahr­ge­biet, al­so das Ge­mein­de­ge­biet. Fahr­ten, die dar­über hin­aus­ge­hen, kann der Fah­rer ab­leh­nen. Auch kann ein Fahr­gast ab­ge­lehnt wer­den, der stark al­ko­ho­li­siert oder ver­schmutzt ist.

Be­stand­teil der Be­för­de­rungs­be­din­gun­gen ist au­ßer­dem, dass die Ta­xis die Fahr­gäs­te der Rei­he nach auf­neh­men. Al­ler­dings ha­ben Sie als Fahr­gast die freie Wahl und sind nicht ver­pflich­tet, den ers­ten Wa­gen zu neh­men. Hier gilt die Ver­trags­frei­heit.

Der Fah­rer ist grund­sätz­lich ver­pflich­tet, das Fahrt­ziel auf dem kür­zes­ten Weg an­zu­fah­ren. Der Fahr­gast kann hier­zu Vor­ga­ben ma­chen. Fehlt es an der Orts­kennt­nis, kön­nen bei Zwei­feln Ord­nungs­amt oder Ta­xi­zen­tra­le ge­be­ten wer­den, den Fahr­preis zu über­prü­fen. Da­zu ist ei­ne voll­stän­dig aus­ge­füll­te Quit­tung er­for­der­lich.

Als Fahr­gast kön­nen Sie aber nicht nur be­stim­men, wo­hin das Au­to fährt, son­dern auch, ob das Ra­dio läuft oder Fens­ter ge­öff­net wer­den. Rau­chen ist je­doch so­wohl für den Fahr­gast als auch den Fah­rer ge­setz­lich ver­bo­ten.

Nor­ma­les Ge­päck muss in der Re­gel kos­ten­los, Tie­re eben­falls. Nur in Aus­nah­me­fäl­len, bei ei­ner All­er­gie oder Angst vor dem Tier, kann die Mit­nah­me ver­wei­gert wer­den. Für die Mit­nah­me von Tie­ren kön­nen ge­son­der­te Ge­büh­ren be­rech­net wer­den.

Ein Ta­xi­fah­rer darf nur die fest­ge­setz­ten Ge­büh­ren ver­lan­gen. Pau­scha­le für An­fahrt und mög­li­che Ge­büh­ren je nach Ta­ges­zeit kön­nen vor­ge­schrie­ben sein, eben­so Zu­schlä­ge für Groß­raum­ta­xis oder Mit­nah­me von Son­der­ge­päck. Muss das Ta­xi auf den Fahr­gast war­ten, darf die War­te­zeit eben­falls ex­tra be­rech­net wer­den.

Un­zu­frie­de­ne Gäs­te kön­nen sich beim Ta­xi­un­ter­neh­men, der Ta­xi­zen­tra­le oder der zu­stän­di­gen Ord­nungs­be­hör­de be­schwe­ren. War der Fahr­gast mit ei­ner Fahrt aber zu­frie­den, bleibt es ihm selbst­ver­ständ­lich un­be­nom­men, dem Fah­rer ein Trink­geld zu be­zah­len.

Wir wün­schen in die­sem Sin­ne gu­te Fahrt!

Dr. Sylvia Meyerhuber

Dr. Sylvia Meyerhuber

Rechtsanwältin und Partnerin bei meyerhuber rechtsanwälte partnerschaft mbb
Fachanwältin für Verwaltungsrecht
Telefon: 0981/972123-30
E-Mail: s.meyerhuber@meyerhuber.de
Dr. Sylvia Meyerhuber

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