Un­zu­rei­chen­de In­for­ma­ti­on durch den Trai­ner?

Das Fi­nanz­ge­richt Rheinland-Pfalz, 18.07.2014 — 1 K 1490/12, muss­te ent­schei­den, ob ein Pro­fi­fuß­bal­ler Aus­ga­ben für ei­nen Pay TV Bundesliga-Sender als Wer­bungs­kos­ten ab­set­zen kann.

Der Pro­fi­fuß­bal­ler spiel­te in der 2. Bun­des­li­ga und gab 2008 und 2009 für ein Abon­ne­ment jähr­lich 120 Eu­ro aus um sich Fuß­ball­spie­le „von Be­rufs we­gen“ an­zu­schau­en. Er klag­te auf An­er­ken­nung der 240 Eu­ro als Wer­bungs­kos­ten. Nach sei­ner Ar­gu­men­ta­ti­on müs­se er sich auf sei­nen Ge­gen­spie­ler ein­stel­len und ih­re Schwä­chen und Stär­ken ken­nen. Die­ses Wis­sen kön­ne nicht in den Trai­nings­ein­hei­ten des Ver­eins er­langt wer­den, da dort der Schwer­punkt auf Tak­tik und Kon­di­ti­on lie­ge und das Stu­di­um des Geg­ners in der Ver­ant­wor­tung des ein­zel­nen Spie­lers blei­be. Das Abon­ne­ment des Bundesliga-Senders sei da­her be­ruf­lich be­dingt.

Das Fi­nanz­ge­richt folg­te die­ser Ar­gu­men­ta­ti­on nicht. Die Er­werbs­be­zo­gen­heit sei zu be­zwei­feln, weil die tak­ti­sche Vor­be­rei­tung auf und die In­for­ma­ti­on über geg­ne­ri­sche Mann­schaf­ten im Be­reich des Pro­fi­fuß­balls üb­li­cher­wei­se durch den Trai­ner­stab er­fol­ge. Den Nach­weis, dass der Trai­ner un­zu­rei­chend über die Geg­ner in­for­mie­re, ha­be der Klä­ger nicht füh­ren kön­nen.

Die Kla­ge wur­de ab­ge­wie­sen.