Toch­ter siegt über ih­re El­tern!

Sind Kin­der un­ge­recht, wenn sie mit ih­ren El­tern vor Ge­richt strei­ten und dann auch noch ge­win­nen?

Vor al­len Din­gen wenn es um Geld, viel Geld geht?

Ur­tei­len sie selbst:

Ein Ober­lan­des­ge­richt hat­te fol­gen­den Fall zu ent­schei­den: die El­tern hat­ten auf den Na­men der Toch­ter aus ih­ren ei­ge­nen Mit­teln ein Fest­geld­kon­to bei ei­ner Bank an­ge­legt. Das Gut­ha­ben be­lief sich auf stol­ze 50.000,00 €.

Es brach­te auch schö­ne Zin­sen.

Da es sich um Fest­geld han­del­te, hat­te es ei­ne be­stimm­te Lauf­zeit. Das heißt nach dem En­de der Lauf­zeit konn­te man wie­der über das Geld ver­fü­gen.

Dies ta­ten die El­tern, ob­wohl das Kon­to auf den Na­men der Toch­ter lau­te­te.

Die Toch­ter war nicht ein­ver­stan­den und for­der­te die El­tern auf das Geld nach wie vor auf ih­ren Na­men lau­fen zu las­sen, es sei ihr schließ­lich ge­schenkt wor­den.

Dem wi­der­spra­chen die El­tern und er­klär­ten, sie wür­den das Geld jetzt be­hal­ten.

Die Toch­ter zog vor Ge­richt und be­kam Recht. Das zu­stän­di­ge Ober­lan­des­ge­richt er­klär­te näm­lich, die El­tern hät­ten bei der Geld­an­la­ge ih­re Toch­ter oh­ne je­den Vor­be­halt als Kon­to­in­ha­be­rin be­nannt.

Da­mit sei klar und ein­deu­tig ge­we­sen, dass die Toch­ter al­lei­ne über das Geld ver­fü­gungs­be­rech­tigt war, nicht die El­tern.

Das wie­der­um be­deu­te­te, dass die Toch­ter al­lei­ne ge­gen­über der Bank ver­fü­gen konn­te, al­so das Geld ab­he­ben, an­der­wei­tig an­le­gen oder auch ver­brau­chen.

Al­so: bei der An­la­ge von Geld­kon­ten im­mer dar­auf ach­ten, auf wes­sen Na­men das Kon­to läuft! Der­je­ni­ge oder die­je­ni­ge als Kontoinhaber/​in hat eben dann auch das Recht auf das Gut­ha­ben, das lie­be Geld!

Dr. Alfred Meyerhuber

Dr. Al­fred Mey­er­hu­ber

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Dr. Alfred Meyerhuber

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